altlasten spektrum

TERQ (Toxikologische Expositionsrisiko-Quantifizierung): Die standortspezifische Gefährdungsbewertung und Sanierungszieldefinition unter Berücksichtigung der Vielstoffbetrachtung

– Beispiel: Standort RAG-Rütgers Chemicals in Oberhausen – Gefahrschwellenmanagement im Vollzug

Der Sinn einer TERQ ist, wie die Bezeichnung schon sagt, die Quantifizierung toxischer Risiken (Toxikologische Expositions-Risiko-Quantifizierung). Die Aussage, ob eine Schadstoffexposition krank machen kann oder nicht, reicht alleine nicht aus. Gesundheitsrisiken auf kontaminierten Standorten können nur standort- und nutzungsspezifisch und unter Berücksichtigung der Vielstoff-Belastung durch eine TERQ ermittelt werden Dies bedeutet, dass solche toxischen Expositionsrisiken quantifiziert werden müssen, um festzustellen, ob die Risiken akzeptabel sind oder nicht (z. B. Krebsrisiko 10-5). Sind solche Risiken nicht akzeptabel, so rechnet die TERQ auf Konzentrationen als Sanierungszielwerte zurück, welche akzeptable Risiken (z. B. Krebsrisiko < 10-5) garantieren. Die Methodik und Ergebnisse einer solchen TERQ-Anwendung werden am Beispiel eines kontaminierten Standortes in Oberhausen im folgenden Artikel aufgezeigt.

Seiten 331 - 343

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ALTLASTENdigital.de/ALTS.06.2006.331