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Das „AF-Verfahren“ für Sickerwasserprognosen – Einfach und dennoch wissenschaftlich fundiert

Für die praxisnahe Durchführung von Sickerwasserprognosen im Rahmen der BBodSchV wird in diesem Beitrag ein Abschätzverfahren vorgestellt. In der frühen Erkundungsphase liegen viele für detaillierte Transportprognosen notwendige Parameter nicht vor oder sind mit einer sehr großen Unsicherheit behaftet. Die Anwendung komplexer Transportmodelle ist somit nicht gerechtfertigt. In dem hier vorgestellten Verfahren werden alle möglichen Komponenten, die unter den gegebenen Standortbedingungen zu einer Abminderung der Konzentration beim Transport von der Quelle zum Ort der Beurteilung führen können, mit Hilfe einfacher konservativer Abschätzformeln auf ihre Relevanz hin überprüft. Ingesamt gibt es vier Komponenten, die zu einer Konzentrationsabminderung führen können. Dies sind: Endlichkeit der Quelle, Abbau des Schadstoffes, transversale Dispersion und Einmischen in das Grundwasser. Die entwickelten Abschätzformeln basieren auf der Advektions-Dispersions-Gleichung unter der Annahme stationärer Wasserbewegung. Es wird Advektion, Diffusion in Bodenwasser und -luft, Dispersion, lineare Gleichgewichtssorption und Abbau 1. Ordnung berücksichtigt. Mit Hilfe des AF-Verfahrens ist ohne Modellierungserfahrung eine erste quantitative Einschätzung möglich, ob der Prüfwert am Ort der Beurteilung überschritten wird oder nicht.

Seiten 190 - 202

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ALTLASTENdigital.de/ALTS.04.2004.190

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