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In-situ-Sanierung eines LCKW-Grundwasserschadens mittels Melasse- und Sauerstoffinjektion am Beispiel des ehemaligen Kertess-Geländes in Bocholt
In Bocholt (Nordrhein-Westfalen, Kreis Borken) befindet sich ein ehemals von der Kertess Chemie GmbH angemietetes Grundstück, welches im Zeitraum von 1952 bis 1985 für die Lagerung und den Umschlag von Chemikalien genutzt wurde. Durch den unsachgemäßen Umgang mit den gelagerten Stoffen und durch Leckagen gelangten Schadstoffe (leichtflüchtige chlorierte Kohlenwasserstoffe, LCKW) in den Untergrund, welche zu einer sanierungsbedürftigen Kontamination des Bodens und des Grundwassers führten. Der Untergrund besteht unterhalb einer bis zu 3 m mächtigen Aufschüttung aus quartären Feinsanden, gefolgt von kiesigen Mittel- bis Grobsanden in einer Gesamtmächtigkeit von bis zu 15 m. Die quartären Einheiten bilden den Aquifer. Im Liegenden folgen tertiäre Tone und Schluffe als Grundwasserstauer. Die Belastungen im Kernbereich wiesen im Grundwasser LCKW-Gehalte von über 40.000 μg/l (Hauptparameter: Tetrachlorethen) auf. In der Schadstofffahne, welche durch einen Brauchwasserbrunnen einer Färberei gefasst wird, liegen die Belastungen unter 100 μg/l (Hauptparameter: Vinylchlorid).
Seiten 286 - 294
Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ALTLASTENdigital.de/ALTS.06.2009.286
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