Inhalt » Archiv » Ausgabe 02/2007 » Quantitative Abschätzung des Kohlenstoffgehaltes von technogen geprägten Böden der Altablagerungen

Quantitative Abschätzung des Kohlenstoffgehaltes von technogen geprägten Böden der Altablagerungen

Altablagerungen und Böden urban, gewerblich, industriell und montan überformter Flächen (Stadtböden) im Allgemeinen stellen häufig den Untersuchungsgegenstand gutachterlicher Bewertung im Rahmen von Gefährdungsabschätzungen dar. Von Bedeutung ist dabei die Kohlenstofffraktion, die standardgemäß in den gesamten anorganischen Kohlenstoff (TIC) und gesamten organischen Kohlenstoff (TOC) gegliedert wird. Beide Teilfraktionen stellen jeweils einen summarischen Wert für anorganische bzw. organische Bindungsformen des Kohlenstoffs dar (DIN EN 13137 2001). Wie beispielsweise bei den Vorsorgewerten der BBodSchV (1999) ist die Kenntnis des aus dem TOC-Gehalt abgeschätzten Humusgehaltes (TOC * 1.72) als Bewertungsgrundlage zwingend erforderlich (AG Boden 2005). Die Analyse des TOC erfolgt nach DIN EN 13137 (2001) durch Differenzbildung zwischen Gesamt-Kohlenstoff (TC) und gesamtem anorganischen Kohlenstoff (TIC). Wird nun beim TOC nicht differenziert zwischen gesamtem organisch-humusbürtigen Kohlenstoff (TOChumus) als Produkt der Humifizierung und dem gesamten organisch-technogenen Kohlenstoff (TOCtech) als Ergebnis der Beimengung technogener Substrate, führt dies unter Umständen zu einer Überbewertung des Humusanteils in Stadtböden und schließlich zu einer fehlerhaften Bewertung, z. B. bei den Vorsorgewerten der BBodSchV.

Seiten 53 - 60

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ALTLASTENdigital.de/ALTS.02.2007.053

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