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Inhalt der Ausgabe 02/2010
EDITORIAL
Bioverfügbarkeit eine Chance im Flächenrecycling
INHALT
Inhaltsverzeichnis / Impressum
Flächenrecycling
Industrielle und militärische Brachflächen in Brandenburg und Berlin Flächenrecycling unter Berücksichtigung der Bioverfügbarkeit von Schadstoffen
Der Ansatz der Bioverfügbarkeit in Altlastenuntersuchungen bzw. Untersuchungen schädlicher Bodenveränderungen ist ein hilfreiches Instrument für Akteure des Flächenrecycling und zuständige Behörden. Die Untersuchungsergebnisse im Verbundvorhaben BioRefine zeigen, dass die angenommen Bioverfügbarkeiten von 100% für BaP und MKW realitätsfern sind und somit die Gefahren durch BaP und MKW für Menschen und Umwelt ohne zusätzliche Einzelfallprüfung überbewertet werden.
The approach of bioavailability in contaminated site assessment is an useful tool for the stakeholders of land recycling and sustainable land use management as well as local authorities. The results in BioRefine show that the accepted 100 % bioavailability of BaP and TPH unrealistic, thus the hazards of BaP and TPH for humans and the environment will be overestimated without an additional individual case risk assessment.
The approach of bioavailability in contaminated site assessment is an useful tool for the stakeholders of land recycling and sustainable land use management as well as local authorities. The results in BioRefine show that the accepted 100 % bioavailability of BaP and TPH unrealistic, thus the hazards of BaP and TPH for humans and the environment will be overestimated without an additional individual case risk assessment.
Ökotoxikologische Testverfahren
Beurteilung der Wirkung der bioverfügbaren Anteile von MKW und PAK von Altlastenflächen mit Hilfe ökotoxikologischer Testverfahren
Die Beurteilung kontaminierter Böden erfolgt gegenwärtig schutzgut- und pfadbezogen vorwiegend auf der Grundlage der Untersuchung von Gesamtgehalten. In zahlreichen Labor- und Feldstudien konnte jedoch nachgewiesen werden, dass nicht die Gesamtgehalte, sondern nur die bioverfügbare Fraktion eines Schadstoffes eine Wirkung auf Organismen zeigt. Eine Gesamtbeurteilung unter Einbeziehung verfügbarer/bioverfügbarer Schadstoffgehalte ermöglicht demnach eine Harmonisierung der schutzgutbezogenen Bewertung sowie eine bessere Einschätzung des Gefährdungspotentials und der Belastungssituation von kontaminierten Böden.
Until now, assessment of contaminated sites is based on variable protection goals, whereby total contents and in part mobile contents are considered. But many laboratory- and field-studies detected, that only the bioavailable fraction of a contaminant shows an effect, but not the total contents. In contrast an assessment based on availability/bioavailability of contaminants would enable a harmonization of the protection-goal-based evaluation and a closer-to-reality risk assessment for contaminated sites.
Until now, assessment of contaminated sites is based on variable protection goals, whereby total contents and in part mobile contents are considered. But many laboratory- and field-studies detected, that only the bioavailable fraction of a contaminant shows an effect, but not the total contents. In contrast an assessment based on availability/bioavailability of contaminants would enable a harmonization of the protection-goal-based evaluation and a closer-to-reality risk assessment for contaminated sites.
Expositionsabschätzung
Expositionsabschätzung von Schadstoffen in Böden durch Bestimmung der Resorptionsverfügbarkeit
Die Bestimmung der Resorptionsverfügbarkeit ist für die Aufnahme von Schadstoffen aus Böden in den menschlichen Organismus bedeutend, da konventionelle Verfahren durch Annahme vollständiger Resorption mögliche Gesundheitsrisiken oft überschätzen. Für die Bestimmung der Resorptionsverfügbarkeit (prozentualer Massenanteil eines Schadstoffes, der aus der Bodenmatrix mobilisierbar ist) werden für den ingestiven Aufnahmepfad künstliche Verdauungssäfte und für den perkutanen Aufnahmepfad eine neu entwickelte Durchfluss-Diffusionszelle genutzt.
The determination of resorption availability is important when considering uptake of soil contaminants into the human organism, since conventional techniques have often led to overestimation of possible health risks by assuming complete resorption. For determination of resorption availability (the mass percentile proportion of a soil contaminant mobilisable from the soil matrix), artificial digestive juices were used for the ingestive uptake pathway and a newly developed throughflow diffusion cell for the percutaneous uptake pathway.
The determination of resorption availability is important when considering uptake of soil contaminants into the human organism, since conventional techniques have often led to overestimation of possible health risks by assuming complete resorption. For determination of resorption availability (the mass percentile proportion of a soil contaminant mobilisable from the soil matrix), artificial digestive juices were used for the ingestive uptake pathway and a newly developed throughflow diffusion cell for the percutaneous uptake pathway.
Analytik
Methoden zur Abschätzung der für Abbauprozesse verfügbaren Schadstoffanteile in Altlasten
Zur Abschätzung der für Abbauprozesse verfügbaren Schadstoffanteile in Altlasten eignet sich eine einfache Schüttelextraktion über 24 Stunden. Dieses auch als 3-Phasen-Extraktion bezeichnete Verfahren hat sich für typische Altlastenschadstoffe wie PAK und MKW bewährt, wobei als Sorptionsmittel Tenax oder 2- Hydroxypropyl-β- Cyclodextrin (HPCD) eingesetzt werden.
The fraction of organic compounds in polluted areas that is available for microbial degradation in soil can be estimate by use of a simple shake extraction over 24 hours. This non exhaustive extraction technique with a strong adsorbent like Tenax or 2-hydroxypropylcyclodextrine as third phase proved successful for pollutants like PAH and mineral oil hydrocarbons.
The fraction of organic compounds in polluted areas that is available for microbial degradation in soil can be estimate by use of a simple shake extraction over 24 hours. This non exhaustive extraction technique with a strong adsorbent like Tenax or 2-hydroxypropylcyclodextrine as third phase proved successful for pollutants like PAH and mineral oil hydrocarbons.
Projekte
REFINA-Projekte mit Bezug zum Altlastenbereich
Weiterführende Informationen und Kontaktdaten zu den REFINA- Projekten sind abrufbar unter: http://www.refina-info.de/projekte
Tagungen
"Montan angehaucht", eine Nachbetrachtung zum ITVA-Altlastensymposium 2010
Man kann den Organisatoren der RAG Montan Immobilien GmbH und dem ITVA e.V. einen sprichwörtlich guten Riecher bescheinigen. Mit der Wahl der Zeche Zollverein in Essen als Veranstaltungsort für das diesjährige Altlastensymposium hatte man ein sicheres Gespür für eine Region und einen attraktiven wie anziehenden Standort bewiesen. Das Ruhrgebiet hat sich als Kulturhauptstadt Europas 2010 gut gerüstet und lockt mit einem mannigfaltigen und attraktiven Rahmenprogramm genauso wie Zollverein, die größte und wohl auch schönste Steinkohlenzeche der Welt.
LABO
Informationen aus der Bund/Länder- Arbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO)
Zeitgleich zum ITVA-Altlastensymposium 2010 auf Zeche Zollverein in Essen fand am 11. und 12. März 2010 in Gelsenkirchen unter der Leitung des LABO-Vorsitzenden Hans-Josef Düwel vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Nordrhein- Westfalen (MUNLV) die 37. Sitzung der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Bodenschutz statt. Die räumlich nah beieinander liegenden Tagungsorte und die Zeitgleichheit waren nicht zufällig, sondern Ausdruck vieler Gemeinsamkeiten bei Themen des nachsorgenden Bodenschutzes.
ITVA
Stellungnahme des ITVA zur Begrenzung des TOC-Gehaltes in § 12a BBodSchV-E2
Standpunkt des ITVA ist es, dass die Festlegung eines Grenzwertes auf maximal 0,5 Masse-% TOC für die nicht durchwurzelbare Schicht nachteilige Auswirkungen auf die Wiederverwertung vor Ort und die externe Verwertung von Boden und Bodenmaterial zur Folge hätte. Daher halten wir eine Überarbeitung dieses Abschnittes in der vorgeschlagenen Regelung für erforderlich.
Stellungnahme des ITVA zum Entwurf einer Grundwasserverordnung (GrwV) mit Stand vom 09. 12. 2009
Der Ingenieurtechnische Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V. (ITVA) begrüßt grundsätzlich das Vorhaben des BMU, eine bundeseinheitliche Verordnung zum Schutz des Grundwassers (GrwV) zu erarbeiten. Damit kann auch in diesem Bereich ein Grundanliegen der Föderalismusreform, einen weitgehend einheitlichen Vollzug des Wasserrechts in den Bundesländern zu gewährleisten, entsprochen werden.
ITVA-Stellungnahme zum Diskussionsentwurf einer Verordnung zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (VUmwS) mit Stand vom 12.08.2009
Der Ingenieurtechnische Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V. (ITVA) begrüßt grundsätzlich das Vorhaben des BMU, eine bundeseinheitliche Verordnung zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (VUmwS) zu erarbeiten. Damit kann ein Grundanliegen der Föderalismusreform, einen weitgehend einheitlichen Vollzug des Wasser rechts in den Bundesländern zu gewährleisten, entsprochen werden.
ITVA-Mitteilungen
Service
altlasten news
+++ Startschuss zur Sanierung des Standortes einer chemischen Reinigung in Kempen +++ Rückbau der ehemaligen Industriewäscherei Hünerbein in Düren +++ Neuheit: SPECTRO MS +++ Altlastensymposium 2010 der GAB in Ingolstadt vom 30. 06. bis 01. 07. 2010 +++ Auf Altlasten bauen Flächen erkunden, sanieren, inwertsetzen Strategien & Technologien Made in Germany 2. TASK Symposium 30. 06 01. 07. 2010 im Volkspalast Leipzig +++ Fachtagung: 25 Jahre Sanierung Deponie Georgswerder Umgang mit baulich gesicherten Altlasten Erkenntnisse und Perspektiven 10. + 11. Juni 2010 in Hamburg +++ 20 Jahre HIM-ASG +++ 15. Fachtagung der AG Bergbaufolgelandschaften zum Kalkabbau im brandenburgischen Rüdersdorf +++ optirisk Leitfaden erschienen +++ Standort-Atlanten Baustoff- Recycling +++ Technische Leistungsfähigkeit von Bauunternehmen Entwurf Merkblatt DWA-M 805 +++ Altlastenratgeber für die Praxis +++ Ingenieurbüro Tauw Lubag geht mit neuer Firmierung ins Jahr 2010 +++ Landmark Envirocheck stärkt den Bereich der Environmental Due Diligence in Deutschland +++ Neue ALKIS-Fachapplikation im März 2010 +++ Biologische Messverfahren zur Ermittlung und Beurteilung der Wirkung von Luftverunreinigungen (Bioindikation) Nachweis von regionalen Stickstoffdepositionen mit den Laubmoosen Sclerepodium purum und Pleurozium schreberi Richtlinie VDI 3957 Blatt 19 +++
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