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Methoden zur Abschätzung der für Abbauprozesse verfügbaren Schadstoffanteile in Altlasten
Bei dem biologischen Abbau im Boden kommen die abbauenden Bodenmikroorganismen auch mit organischen Schadstoffen in Kontakt, die durch anthropogene Aktivitäten in den Boden eingetragen worden sind. Diese Kontaminationen können erst vor einem kurzen Zeitraum statt gefunden haben, häufig weisen die Flächen jedoch eine jahre- bis jahrzehntelange Kontaminationsgeschichte auf. Typische Altlastenflächen sind oft mit einem großen Anteil z.B. an höhermolekularen Mineralölkohlenwasserstoffen (MKW) oder höherkernigen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet. Die niedermolekularen MKW oder PAK mit 2 bis 4 Ringen sind bereits zu einem großen Teil abgebaut. Die Abbaugeschwindigkeit der Kontaminanten wird dabei von verschiedenen standortspezifischen Faktoren, wie z.B. der Bodenbeschaffenheit, der Anwesenheit zum Abbau befähigter Mikroorganismen (competent biomass), pH-Wert des Bodens etc. bestimmt. Wesentlich für eine Risikoabschätzung verbunden mit einer wissenschaftlich begründeten Sanierungsstrategie ist die Erkenntnis, dass eine auf eine möglichst hohe Extraktionsausbeute optimierte chemische Rückstandsanalytik nicht die Schadstofffraktion angibt, die prinzipiell für Mikroorganismen zur Verfügung steht.
Seiten 76 - 80
Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ALTLASTENdigital.de/ALTS.02.2010.076
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